Wie jedes andere Haustier in Deutschland haben auch Griechische Landschildkröten ein Recht auf artgerechte Haltung. Als Besitzer und Liebhaber dieser Tiere möchte man ihnen ein schönes Zuhause bieten wo sie sich wohl fühlen. In Zusammenarbeit mit unserem Kunden Claus K. aus NRW, der für seine Griechischen Landschildkröten (Testudo hermanni boettgeri) mithilfe eines WAMA Gewächshauses ein artgerechtes Domizil geschaffen und uns die Bilder zur Verfügung gestellt hat, geben wir Ihnen nachfolgend Hilfestellung und Anregungen in Wort und Bild.
Inhaltsverzeichnis
Highlights
+ Griechische Landschildkröten bevorzugen ein sonniges Gehege mit viel Auslauf, Kletter- und Versteckmöglichkeiten
+ Auch Gewächshäuser mit einem Mauerwerk sind eine gute Wahl, da im Fundament Ein- und Ausgänge ins Freilandgehege geschaffen werden können
+ Landschildkröten brauchen ein Gewächshaus, um sich bei schlechtem Wetter zurück ziehen zu können
+ Wärmelampen (Infrarot-Reflektoren für Tiere) im Gewächshaus ersetzen bei schlechtem Wetter die wärmenden Sonnenstrahlen
+ Die artgerechte Haltung und Ernährung beugt Krankheiten und Fehlbildungen am Panzer vor

Wer sich Schildkröten halten möchte, steht schnell vor der entscheidenden Frage, ob sich ein Gewächshaus in Kombination mit einem Außengehege lohnt oder die klimatischen Bedingungen in einem Terrarium im Wohnhaus ausreichen, um eine Schildkröte halten zu können. Hier sind sich alle Experten einig: Ein klares Nein. Ein Terrarium im Wohnhaus sollte maximal eine Übergangslösung sein jedoch kein dauerhaftes Domizil. Selbst ein eigenes Zimmer im Wohnhaus extra für die Schildkröte ist keine Option, da Schildkröten unter anderem eine Grabmöglichkeit z.B. für die Eiablage benötigen.
Das Gewächshaus ist nicht nur eine Rückzugsmöglichkeit bei schlechtem Wetter, sondern beinhaltet auch Schlafhäuser mit Deckelheizungen für die Winterstarre, Wärmelampen, Trink- und Grabmöglichkeiten und für die Übergangstemperaturen im Frühjahr und Herbst wird noch zusätzlich eine Elektro-Gebläse-Heizung benötigt.
In der Tierschutzverordnung (TschV) zur artgerechten Haltung von europäischen Land-Schildkröten wird eine gesetzliche Mindestanforderung an die Gehegefläche (Außenanlage plus Gewächshaus) festgelegt. Die Länge des Geheges muss das 8-fache der Körperlänge der größten Schildkröte betragen. Die Breite des Geheges hingegen “nur” das 4-fache der Panzerlänge der größten Schildkröte. Bei jeder weiteren Schildkröte berechnet man die 2-fache Körperlänge des jeweiligen Tieres als zusätzlich benötigte Fläche.
Da die Unterart Testudo hermanni boettgeri zu den mittelgroßen Landschildkröten zählt, werden sie ausgewachsen meist nicht größer als 25 cm. Im Allgemeinen werden daher Gehegeflächen von 10m² als gute Größe für eine Landschildkröte angenommen.
Tipp: Darum lohnt sich ein Gewächshaus:
Der natürliche Lebensraum der Griechischen Landschildkröten hat meist ein mildes, mediterranes Klima. Sie sind heiße, trockene und niederschlagsarme Sommer gewöhnt. Zur Thermoregulierung brauchen sie neben einem Gehege mit Klettermöglichkeiten, Höhlen zum Schutz vor Überhitzung, Nahrungs- und Wasserquellen auch einen jederzeit zugänglichen und überdachten Rückzugsort. In einem ausreichend großen Gewächshaus mit einer Fläche um 10 m² können Sie über die richtige Inneneinrichtung einen ähnlichen Lebensraum für die Schildkröten schaffen wie es in der Natur der Fall wäre. Ein angebundenes Außengehege müsste dann, je nachdem wie viel Platz Ihnen insgesamt im Garten zur Verfügung steht, nicht mehr übermäßig groß ausfallen.
Prinzipiell eignet sich fast jedes Gewächshaus mit einer vernünftigen Eindeckung aus Kunststoff oder Echtglas für die Haltung. Die richtige Größe und Ausführung richtet sich natürlich nach dem vorhandenen Platz im Garten sowie der Anzahl und Größe der Schildkröten. Die artgerechte Haltung sollte den Tieren zuliebe jederzeit an erster Stelle stehen.

Bei flachem Garten kann das Gewächshaus auf einem erhöhten Fundament als sog. Mauergewächshaus errichtet werden. Wie in dem Fall von Herrn Claus K. aus NRW. Er hat sich für das Gewächshaus Midi 60 mit einer Seitenhöhe von 150 cm entschieden. Als Eindeckung hat er ringsum an den Stehwänden 16 mm Wärmeschutzglas (Mischverglasung) und im Dachbereich aus Sicherheitsgründen 16 mm Stegdreifachplatten gewählt. Das geplante Außengehege ist etwas höher gelegen als der Standort des Gewächshauses. Über Aussparungen im Fundament können seine Schildkröten mühelos ein- und ausgehen. Um einem möglichen Wärmeverlust im Gewächshaus entgegen zu wirken, hat er an den Ausgängen breite Gummilamellen angebracht. Hierbei unbedingt auf die Breite der Streifen achten, damit die Tiere auch bequem und ohne größeren Druck hindurch gehen können. In den kühleren Monaten, wenn die Winterstarre ansteht, werden die Ausgänge von innen mit einer starken Platte verschlossen.
Als Basis dient oft ein gegossenes Ringfundament, das 60cm bis 80cm tief ins Erdreich geht. Eine Drainageschicht aus Kies verhindert das Durchgraben von Wühlmäusen und Maulwürfen.

Je nach Ausrichtung des Gewächshauses kann natürlich auch ein vorhandenes Gefälle im Garten ausgenutzt werden. Das klassische Gewächshaus wurde auf dem höchsten Punkt des Gartens leicht erhöht errichtet. Über Aussparungen im Fundament (rechts vom Eingang) können die Schildkröten durch einen kleinen Tunnel mühelos ein- und ausgehen. Das Außengehege wurde um viele Versteckmöglichkeiten, Wasserstellen und Futterpflanzen ergänzt. Da das Gewächshaus nahe am Nachbarzaun und somit einseitig schattig gelegen ist, wurde in diesem Fall ein Gewächshaus Modell Tropic 13 mit 16mm starken Plexiglas Platten gekauft. Die Acrylverglasung, die speziell für die Gewächshaus-Serie TROPIC verwendet wird, bietet aufgrund der breiten Kammern eine sehr hohe Lichtdurchlässigkeit, die einer Verglasung mit Echtglas in nichts nachsteht. Vom Wärmedämmwert her ist sie jedoch geringfügig schlechter (U-Wert: 2,5) als 16 mm starkes Wärmeschutzglas (U-Wert: 2,0) oder 16 mm starke Stegdreifachplatten (U-Wert: 2,3).

Alternativ zu den vorgestellten freistehenden Gewächshäusern, klassisch mit Satteldach, eignen sich natürlich zudem Anlehngewächshäuser gerne auch als Anbaugewächshaus bezeichnet als Behausung von Landschildkröten. Direkt an eine Hauswand montiert, die eventuell sogar Wärme an das Gewächshaus ab gibt, findet es fast überall einen Platz. Eine Zugangstür, z.B. eine Doppeltür, in der Seitenwand bietet Besitzer und Schildkröte einen bequemen Zugang. Natürlich wurde bei der Eindeckung ebenfalls darauf geachtet, dass die Wärme im Gewächshaus bleibt. Das dargestellte Gewächshaus zeigt ein Anlehn-Gewächshaus AL-A 60 mit einer Pulverbeschichtung in reinweiß RAL 9010. Damit die Wärme auch im Winter im Gewächshaus bleibt hat man sich für eine ringsum Verglasung mit 16 mm Wärmeschutzglas (Mischverglasung) entschieden. Im Dachbereich werden aus Sicherheitsgründen immer 16 mm starke Stegdreifachplatten aus Polycarbonat verbaut.
Eine Eindeckung aus Echtglas an den senkrechten Wänden eines ebenerdigen Gewächshauses birgt immer eine gewisse Gefahr. Schildkröten nehmen das Glas nicht als Barriere wahr, da sie durchschauen können. 20 cm bis 30 cm hohe Bretter o.ä., die ringsum aufgestellt werden, geben daher eine optische Hilfe, dass es dort nicht weiter geht.
Eine ausgewogene und artgerechte Ernährung ist für die Schildkröten das A und O, da sie Missbildungen und Krankheiten vorbeugt. Griechische Landschildkröten ernähren sich ausschließlich pflanzlich, daher sollte das Futter aus frischen Pflanzen und Wildkräutern bestehen, die man bei uns auf ungespritzten Wildwiesen findet oder selbst angebaut hat. Hier nicht nur Stängel und Blätter sondern auch die Blüten anbieten, die ebenso gerne genascht werden. Sie lieben ein abwechslungsreiches und gesundes Futter. Was der Mensch unter gesundem Essen (Obst, Gemüse und Fleisch) versteht ist absolut Gift für die Schildkröten, da sie es weder verwerten noch vernünftig verdauen können. Auch Katzen- oder Hundefutter ist absolut schädlich für sie. Sinnvoll ist aber auf jeden Fall die Zufütterung in der Übergangszeit und der Winterstarre mit speziellem Fertigfutter z.B. von der Firma Agrobs. Um das Verdauungssystem und die inneren Organe nicht zu überstrapazieren empfiehlt sich eine Fütterung, die dem natürlichen Lebensraum angepasst ist. Im mediterranen Klima finden sich im Frühjahr noch frische Pflanzen, die ich Laufe des Hochsommers aufgrund steigender Temperaturen altern und welken.
Nicht nur für das Auge sondern natürlich auch als Futterquelle können die Futterpflanzen direkt ins Gewächshaus gepflanzt werden. Zusätzlich zu den üblichen Kräutern pflanzen Sie einfach noch die Futterpflanze Golliwoog® dazu. Diese speziell gezüchtete Futterpflanze enthält viele lebenswichtige Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe und Rohfasern, die nicht nur der Verdauung von griechischen Landschildkröten gut tut.

Schildkröten sind sensible Tiere, die bei falscher Haltung, Fütterung oder fehlendem UV-Licht Krankheiten bekommen, die unbehandelt sogar tödlich enden können. Eine artgerechte Haltung soll die nachfolgenden Krankheitsbilder und Symptome verhindern.
Die Krankheitssymptome dieser Krankheit sind weiche z.B. Panzer, Panzerdeformation, Höckerbildung oder Legenot. Die Symptome können verschiedene Ursachen haben. Beispielsweise falsch oder mineralstoffarme Fütterung, keine Winterstarre oder übermäßige Proteinzufuhr durch zu viele Frischpflanzen. Es kommt zum Teil zu massiven Panzerdeformationen, sodass sich die Tiere nicht mehr weg bewegen können. Sehr weiche Unterkiefer, die das Fressen verhindern. Und bei weiblichen Schildkröten kann die sogenannten Legenot auftreten. Bei einer Legenot steckt das gebildete Ei im Legedarm oder der Kloake fest. Sollte dies nicht bemerkt werden kann sie zum Tod des Tieres führen.
Vitamin D ist für die Einlagerung von Kalzium in die Knochen zuständig. Es wird normalerweise durch die Tiere selbst gebildet, wenn sie genügend UV-Licht (z.B. durch regelmäßiges Sonnenbaden) bekommen. In den Übergangsmonaten, wenn das Sonnenlicht bzw. die UVB-Strahlung nicht so stark ist, kann auch mit einer UV-Lampe nachgeholfen werden.
Calcium (Ca) und Phosphor (P) sind wichtige Mineralstoffe, die überwiegend in Heu oder in dem speziellen Zusatzfutter der Firma Agrobs vorkommen. Hierbei sollte das Verhältnis von 1,5 zu 1, also 1,5 Teile Kalzium und ein Teil Phosphor nicht unterschritten werden. Calcium kann beispielsweise über zerstoßene Eierschalen zugefüttert werden. Bei Unterschreitung des CA:P-Verhältnis entsteht ein Calcium-Mangel und einem Calcium-Abbau aus dem Knochen. Das führt zu Rachitis.
Wenn sich der Harnsäurespiegel erhöht lagert sich Harnsäure in den Organen und Gelenken ab, was zu einer Gicht führt. Die Ursachen solche einer Krankheit liegen meist im Wassermangel und in einer übermäßigen Proteinzufuhr über Frischpflanzen-Fütterung. Um das zu vermeiden ist es sehr wichtig viele Trinkmöglichkeiten an verschiedenen Stellen im Gehege zu bieten, gerne auch ein bisschen versteckt zwischen den verschiedenen Pflanzen.
Mo - Fr: 8:30 Uhr - 17:00 Uhr durchgehend
Februar - Juni, September und Oktober zusätzlich
Sa: 9:00 Uhr - 12:30 Uhr
Betriebsferien: 21.12.2026 bis 05.01.2027
Karsamstag, 04.04.2026 geschlossen
Samstag, 02.05.2026 geschlossen
Allerheiligen, 01.11.2026 geschlossen


unvorhersehbare Wetterereignisse können unseren Pflanzen oft zusetzen. Mit WAMA bieten wir Ihnen ein Gewächshaus, das selbst extremen Windbedingungen von bis zu 120 km/h standhält.
Unser Geheimnis liegt in der Kombination aus hochwertigen Materialien und kluger Konstruktion:
Vertrauen Sie auf WAMA und schützen Sie Ihre grünen Lieblinge auch bei extremsten Wetterbedingungen. Wir stehen für Qualität und Sicherheit in Ihrem Garten.


der Winter kann mit seinen eisigen Temperaturen und heftigen Schneefällen eine Herausforderung für jedes Gewächshaus darstellen. Doch mit WAMA sind Ihre Pflanzen auch in den kältesten Monaten sicher und geschützt.
Unser Gewächshausdesign berücksichtigt die besonderen Anforderungen des Winters:
Bei WAMA setzen wir alles daran, dass Ihr Gewächshaus nicht nur ein Refugium für Ihre Pflanzen, sondern auch ein Symbol für Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit ist. Mit uns sind Sie bestens für den Winter gerüstet.




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Hinweis: Das Gewächshaus oder Hochbeet wird nach Ihrer Bestellung individuell für Sie kommissioniert. Eine Verkürzung der angegebenen Lieferzeit ist nicht möglich, da der Zeitraum vorher bereits mit Aufträgen verplant ist.
Um Ihnen das Gewächshaus oder Hochbeet (Schnäppchen ausgeschlossen) kostenlos zu liefern, stellen wir sogenannte Sammeltouren zusammen. Eine Sammeltour setzt sich aus mehreren Aufträgen eines Liefergebiets zusammen z.B. Norddeutschland, Süddeutschland, Österreich usw.
Den genauen Liefertermin mit Datum und Uhrzeit teilen wir Ihnen 1 - 2 Wochen vorher telefonisch mit.
* Bei Komplettmontage muss ab dem 1. Tag des Lieferzeitraums das Fundament fertig sein !!!
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