Aluminium Gewächshaus mit Erker, Pflanzkübeln und Zubehör im Gartenbereich.Aluminium Gewächshaus mit Erker, Pflanzkübeln und Zubehör im Gartenbereich.
23. Mai 2026

Welches Fundament ist das richtige für ein Gewächshaus?

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Wer ein Gewächshaus plant, achtet meist zuerst auf Größe, Verglasung oder Ausstattung. Das Fundament wird dagegen häufig unterschätzt – obwohl es entscheidend für Stabilität, Langlebigkeit und die ganzjährige Nutzung des Gewächshauses ist.

Schon kleine Bewegungen im Untergrund können später zu Problemen führen: klemmende Türen und Fenster, verzogene Profile oder Spannungsrisse in der Eindeckung sind typische Folgen instabiler Untergründe. Besonders bei Gewächshäusern mit Echtglas kann dies kostspielige Schäden verursachen.

Das richtige Gewächshausfundament beeinflusst jedoch nicht nur die Stabilität, sondern auch Wärmeverlust, Bodenfrost und das Temperaturverhalten im Gewächshaus. Deshalb sollten Fundament, Konstruktion und Eindeckung immer als abgestimmtes Gesamtsystem betrachtet werden.

In diesem Ratgeber zeigen wir, welche Fundamentarten es gibt, warum wir Punkt- und Streifenfundamente bevorzugen, welches Fundamentprofil zur jeweiligen Gewächshausausführung passt und welche Probleme bei ungeeigneten Untergründen langfristig entstehen können.

Highlights: Worauf Sie beim Gewächshausfundament achten sollten

✅ Stabilität: Bereits kleine Bewegungen im Untergrund können Türen, Fenster und Konstruktion beeinträchtigen.

🏗️ Punkt- & Streifenfundamente: Sorgen langfristig für eine stabile und dauerhaft belastbare Basis.

🔩 Fundamentprofil: Grundschiene, Basisrahmen, Mauerabdeckung und Alu-Fundament erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sind nicht beliebig austauschbar.

📐 Plane Auflagefläche: Die Fundamentoberkante muss gleichmäßig, tragfähig und entsprechend dem Fundamentplan ausgerichtet sein. Basisrahmen und Dichtband gleichen nur kleinere, örtlich begrenzte Unebenheiten aus.

❄️ Bodenfrost: Kälte und Frost wirken nicht nur von oben, sondern auch über den Untergrund auf das Gewächshaus.

⚠️ Pflasterflächen: Können sich mit der Zeit anheben oder absenken und dadurch Spannungen verursachen.

🪟 Echtglas: Reagiert empfindlich auf Verformungen und Spannungen in der Konstruktion.

🌡️ Ganzjährige Nutzung: Fundament und Eindeckung beeinflussen gemeinsam Temperaturverhalten und Wärmedämmung.

✅ Langfristig denken: Ein stabiles Fundament hilft, spätere Schäden und Folgekosten zu vermeiden.

Warum das Fundament beim Gewächshaus so wichtig ist

Großes Aluminium Gewächshaus mit Erker und geöffneten Türen im gepflegten Garten
Ein stabiles Fundament sorgt dafür, dass Gewächshauskonstruktion und Eindeckung langfristig exakt ausgerichtet bleiben.

Ein Gewächshaus muss dauerhaft exakt ausgerichtet und stabil bleiben. Bereits kleine Bewegungen im Untergrund können später dazu führen, dass sich die Konstruktion minimal verzieht.

Die Folgen zeigen sich oft erst nach Monaten oder Jahren:

  • Türen und Fenster schließen nicht mehr sauber
  • Profile geraten unter Spannung
  • die Eindeckung wird belastet

Besonders bei Gewächshäusern mit Echtglas können dadurch Spannungsrisse oder sogar Glasbruch entstehen.

Hinzu kommen Frost, Feuchtigkeit und natürliche Bodenbewegungen, die dauerhaft auf Fundament und Konstruktion wirken. Deshalb sollte ein Gewächshausfundament nicht nur stabil, sondern auch langfristig belastbar ausgeführt werden.

Ein geeignetes Fundament beeinflusst außerdem:

  • Wärmeverlust
  • Bodenfrost
  • Temperaturverhalten
  • ganzjährige Nutzbarkeit

Fundament, Konstruktion und Eindeckung sollten deshalb immer als abgestimmtes Gesamtsystem betrachtet werden.

Welche Fundamentarten gibt es?

Für Gewächshäuser kommen je nach Standort, Untergrund und geplanter Nutzung unterschiedliche Fundamentarten infrage. Dabei unterscheiden sich die Lösungen nicht nur im Aufbau, sondern auch in Stabilität, Belastbarkeit und langfristigem Verhalten.

Besonders häufig werden folgende Varianten verwendet:

Punktfundament

Ein Punktfundament ist eine einfache und stabile Fundamentlösung für Gewächshäuser. Dabei wird das Gewächshaus punktuell an mehreren tragenden Stellen im Boden befestigt. Die Last der Konstruktion wird gezielt auf einzelne Fundamente übertragen.

Zum Einsatz kommt in der Regel ein umlaufender Aluminium-Fundamentrahmen mit integrierten Ankern. Dieser sorgt für eine stabile Auflagefläche des Gewächshauses.

Bei Hochbeet-Gewächshäusern mit U-förmigem Hochbeet werden die Anker direkt am Hochbeetrahmen befestigt.

Vorteile:

  • vergleichsweise geringer Aufwand
  • stabile und dauerhafte Befestigung
  • wirtschaftliche Fundamentlösung
  • gut geeignet für viele Gewächshausgrößen
  • ideal für ebene Flächen

Für Punktfundamente werden häufig Fundamentrohre bzw. Leerrohre verwendet, die im Boden fixiert und später mit Beton verfüllt werden. Dadurch bleibt der Betonbedarf vergleichsweise gering und das Gewächshaus kann vor der endgültigen Fixierung exakt ausgerichtet werden.

Streifenfundament

Kleines Aluminium-Gewächshaus mit Glasverkleidung und offenstehender Tür im Gemüsegarten mit Tomaten- und Gemüsepflanzen auf Betonfundament.
Ein Streifenfundament sorgt für eine gleichmäßige Lastverteilung und langfristige Stabilität.

Ein Streifenfundament zählt zu den stabilsten und dauerhaftesten Fundamentlösungen für Gewächshäuser. Dabei wird das Fundament als durchgehender Streifen ausgeführt und bildet eine gleichmäßige, belastbare Basis für die gesamte Konstruktion.

Besonders bei größeren Gewächshäusern oder Modellen mit Echtglas-Eindeckung sorgt ein Streifenfundament für maximale Stabilität und reduziert langfristig Spannungen auf Konstruktion, Türen, Fenster und Eindeckung.

Vorteile:

  • sehr stabile und gleichmäßige Lastverteilung
  • ideal für dauerhaft angelegte Standorte
  • besonders geeignet für größere Gewächshäuser
  • empfehlenswert bei Echtglas
  • frostsichere Ausführung möglich
  • gute Grundlage für die ganzjährige Nutzung

Ein Streifenfundament wird in der Regel betoniert oder mit geeigneten Fundamentsteinen ausgeführt. Wichtig ist eine ausreichend frostsichere Tiefe, damit sich das Fundament langfristig nicht hebt oder absenkt.

Gerade bei hochwertigen Gewächshäusern zahlt sich ein stabiles Fundament langfristig aus.

Vorbereitetes Streifenfundament für ein Gewächshaus mit Beetaufteilung sowie Leerrohren für Strom und Wasser.
Durchdachtes Streifenfundament mit 10 cm Mindestdicke, vorbereiteten Beetflächen sowie Leerrohren für Strom und Wasser.

WAMA Praxishinweis:

Bei Gewächshäusern mit Echtglas-Eindeckung empfehlen wir ein mindestens 60 cm tiefes, frostsicheres Streifenfundament. Dadurch werden spätere Bewegungen im Untergrund reduziert und Spannungen auf Konstruktion und Glasscheiben langfristig minimiert.

Punkt- oder Streifenfundament – was empfehlen wir?

Ob Punkt- oder Streifenfundament die bessere Wahl ist, hängt vor allem von der Größe des Gewächshauses, der geplanten Nutzung und der gewünschten Eindeckung ab. Beide Fundamentarten können eine stabile Grundlage bilden, unterscheiden sich jedoch deutlich in Aufwand, Belastbarkeit und langfristigem Verhalten.

Punktfundament für Gewächshaus mit Aluminium-Fundamentrahmen und Fundamentrohr zur stabilen Verankerung im Boden

Punktfundamente sind häufig eine wirtschaftliche und praktische Lösung für kleinere bis mittlere Gewächshäuser. Sie eignen sich besonders für ebene Flächen und Projekte,
bei denen der Aufwand überschaubar bleiben soll.
Gern genommen für Fundamente in Kleingartenanlagen.

Streifenfundament für Gewächshaus mit durchgehender Fundamentbasis und Aluminiumprofil

Streifenfundamente bieten dagegen maximale Stabilität
und eine gleichmäßige Lastverteilung. Besonders bei größeren Gewächshäusern, Modellen mit Echtglas oder geplanter Ganzjahresnutzung empfehlen wir häufig ein
60 cm tiefes, frostsicheres Streifenfundament.

Warum nicht jeder befestigte Untergrund als Fundament geeignet ist

Viele befestigte Flächen wirken auf den ersten Blick stabil genug für ein Gewächshaus. In der Praxis zeigen sich jedoch häufig erst nach Monaten oder Jahren Probleme durch Setzungen, Spannungen oder fehlenden Wasserablauf.

Dazu zählen unter anderem gepflasterte Flächen, gegossene Betonplatten, verdichtete Schotterflächen oder geflieste Terrassen- und Balkonbereiche. Nicht jeder Untergrund ist dauerhaft dafür ausgelegt, die Kräfte eines Gewächshauses sicher aufzunehmen.

Besonders bei größeren Gewächshäusern oder einem hochwertigen Gewächshaus aus Glas können bereits kleine Bewegungen im Untergrund dazu führen, dass Türen und Fenster nicht mehr sauber schließen oder Profile dauerhaft unter Spannung geraten.

Zusätzlich entstehen auf vollständig versiegelten Flächen häufig Probleme mit Staunässe und fehlendem Wasserablauf. Dauerhaft feuchte Bereiche können Schimmelbildung, Pflanzenkrankheiten sowie Schäden an Blatt und Frucht begünstigen.

Gewächshaus auf ungleichmäßig verlegten Gehwegplatten ohne durchgehendes Streifenfundament als Beispiel für ungeeigneten Untergrund
Lose verlegte Platten allein eignen sich nicht als dauerhaft tragfähige Fundamentlösung für ein Gewächshaus.

Auch die Befestigung wird oft unterschätzt: Lose verlegte Pflastersteine liegen auf verdichtetem Untergrund und werden durch Fugensand stabilisiert. Eine dauerhaft feste Verbindung fehlt. Unter Belastung, bei Frost oder starkem Wind können sie sich verschieben oder absenken und dadurch die Gewächshauskonstruktion belasten.

Deshalb empfehlen wir bei gepflasterten Flächen in vielen Fällen ein zusätzliches, stabiles Streifenfundament oder eine entsprechend verstärkte Unterkonstruktion.

Fundament, Untergrund, Entwässerung und Befestigung sollten aufeinander abgestimmt sein.

WAMA Praxishinweis: Holzkonstruktion als Fundament

Von einer dauerhaften Befestigung des Gewächshauses auf Holzbalken oder Holzkonstruktionen raten wir in vielen Fällen ab.

Im Gewächshaus entsteht ganzjährig eine hohe Feuchtigkeit – besonders im bodennahen Bereich. Holz reagiert dauerhaft auf Feuchtigkeit, Temperaturwechsel und Witterungseinflüsse. Dadurch kann sich die Unterkonstruktion im Laufe der Zeit verziehen, aufquellen oder an Stabilität verlieren.

Auch der feste Sitz der Befestigungsschrauben kann dadurch beeinträchtigt werden. Bereits kleine Bewegungen im Untergrund können dazu führen, dass Türen und Fenster nicht mehr sauber schließen oder Spannungen auf Rahmen und Eindeckung entstehen.

Besonders bei einem hochwertigen Gewächshaus aus Glas können solche Spannungen langfristig sogar zu beschädigten oder gesprungenen Glasscheiben führen.

Für eine dauerhaft stabile und sichere Befestigung empfehlen wir grundsätzlich eine fachgerecht ausgeführte Fundamentlösung – beispielsweise als Punkt- oder Streifenfundament.

Soll ein Gewächshaus dennoch auf einer Holzkonstruktion befestigt werden, empfehlen wir:

• regelmäßige Kontrolle der Unterkonstruktion
• Überprüfung aller Schraubverbindungen
• Schutz des Holzes vor dauerhafter Feuchtigkeit
• Verwendung geeigneter, korrosionsbeständiger Befestigungsmaterialien

Das richtige Fundament für Ihr Gewächshaus finden

Das passende Fundament für ein Gewächshaus hängt nicht nur von der Größe des Modells ab, sondern auch von der gewünschten Nutzung, der Eindeckung und den Gegebenheiten vor Ort. Nicht jedes Gewächshaus benötigt automatisch ein aufwendiges Streifenfundament – entscheidend ist vielmehr, dass Fundament, Untergrund und Nutzung sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.

Wird das Gewächshaus überwiegend zur Anzucht und saisonalen Kultivierung genutzt, besteht der Untergrund aus gewachsenem Gartenboden und sind keine besonderen Probleme mit Staunässe, Wühlmäusen oder Maulwürfen bekannt, kann ein Punktfundament häufig bereits eine stabile und wirtschaftliche Fundamentlösung darstellen.

Ein größeres Gewächshaus oder ein hochwertiges Gewächshaus aus Glas profitiert dagegen meist von einem dauerhaft stabilen und frostsicheren Streifenfundament mit hoher Belastbarkeit – besonders bei geplanter Ganzjahresnutzung.

Wer besonderen Wert auf Komfort, zusätzliche Innenhöhe oder eine hochwertige Gartenintegration legt, entscheidet sich häufig für eine gemauerte Fundamentlösung bzw. ein Mauergewächshaus mit Aufmauerung. Diese Bauweise verbindet Stabilität, Langlebigkeit und eine besonders komfortable Nutzung miteinander.

Die folgende Übersicht hilft dabei, das passende Gewächshausfundament für das eigene Gartenprojekt besser einzuordnen.

Rotes Gewächshaus mit Aluminium-Fundamentrahmen auf Punktfundament im Privatgarten

Punktfundament

  • stabile und sichere Fundamentlösung für viele Gewächshäuser im Privatgarten
  • punktuelle Verankerung des Gewächshauses über einzelne Fundamentpunkte
  • wirtschaftliche Fundamentlösung mit vergleichsweise geringem Arbeitsaufwand
  • ideal bei normalem Gartenboden und saisonaler Nutzung
  • besonders beliebt für Anzucht, Kultivierung und klassische Hobbygärten
  • schnelle Umsetzung mit geringem Materialbedarf möglich
  • bei fehlendem Nagerdruck häufig ausreichend ohne vollständigen Bodenschutz
  • zusätzliche Dämmung, z. B. mit Styrodurplatten, kann den Bodenfrost reduzieren
  • auch für hohe Wind- und Schneelasten geeignet
Gewächshaus auf stabilem Streifenfundament im privaten Garten

Streifenfundament

  • stabile und dauerhaft belastbare Fundamentlösung mit gleichmäßiger Lastverteilung
  • besonders geeignet für größere Gewächshäuser und Gewächshäuser aus Glas
  • frostsichere Ausführung möglich
  • ideal bei geplanter Ganzjahresnutzung
  • umlaufende Fundamentbasis bietet zusätzlichen Schutz vor Wühlmäusen und anderen Nagern
  • reduziert langfristig Spannungen auf Konstruktion, Türen, Fenster und Eindeckung
  • gleichmäßige Lastverteilung sorgt für hohe Stabilität bei Wind- und Schneelasten
  • ermöglicht eine langfristig geplante Beet- und Wegeaufteilung im Gewächshaus
  • häufig bevorzugt für dauerhaft genutzte Gewächshäuser
Modernes Gewächshaus aus Glas auf gemauerter Fundamentbasis im Garten

Aufmauerung

  • hochwertige und besonders langlebige Fundamentlösung
  • höheres Luftvolumen für besseres Klima
  • höher sitzende Eindeckung reduziert Verschmutzungen durch Regen und Steinflug beim Mähen
  • erinnert optisch an klassische viktorianische Gewächshäuser
  • ideal für hochwertige Gewächshäuser und Gewächshäuser aus Glas
  • besonders beliebt bei dauerhaft genutzten Gewächshäusern
  • ermöglicht eine optisch harmonische Integration in Garten und Terrasse
  • verbindet Stabilität, Komfort und hochwertige Optik miteinander

Welches Fundamentprofil passt zu welcher Gewächshausausführung?

Die Fundamentart und das Fundamentprofil sind zwei unterschiedliche Dinge. Das Punkt- oder Streifenfundament wird bauseits im Garten erstellt. Das Fundamentprofil bildet anschließend die Verbindung zwischen diesem Fundament und dem Gewächshaus.

Welche Fundamentausführung im Konfigurator ausgewählt werden muss, hängt deshalb sowohl vom geplanten Fundament als auch von der Gewächshausausführung ab.

Geplante AusführungAuswahl im KonfiguratorWas ist zu beachten?
Punktfundament bei einem klassischen Gewächshaus, Anlehngewächshaus, Pultdachgewächshaus oder TomatenhausAlu-FundamentDas Alu-Fundament mit Ankern muss zusätzlich zum Gewächshaus bestellt werden.
Streifenfundament bei einem Modell mit serienmäßiger GrundschieneOhne ZusatzfundamentEs wird kein zusätzliches Fundamentprofil benötigt. Das Streifenfundament muss exakt eben und maßhaltig ausgeführt sein. Die Befestigungswinkel sind im Lieferumfang enthalten; passende Dübel und Schrauben müssen bauseits bereitgestellt werden.
Streifenfundament mit kleineren Unebenheiten oder gewünschter zusätzlicher AbdichtungBasisrahmenDer Basisrahmen ersetzt die serienmäßige Grundschiene und ist Bestandteil der Baugruppen für die Gewächshaus- und Giebelwände. Befestigungswinkel, Dübel, Schrauben und vorkomprimiertes Dichtband sind im Lieferumfang enthalten.
PROFI, PROFI XL, TROPIC-2 oder TROPIC-3 auf einem StreifenfundamentBasisrahmenDer Basisrahmen ist bei diesen Serien bereits serienmäßig enthalten und muss nicht zusätzlich bestellt werden.
Erker-Gewächshaus auf einem StreifenfundamentBasisrahmenDer Basisrahmen ist serienmäßig enthalten. Bei einem Punktfundament muss stattdessen das passende Alu-Fundament ausgewählt werden.
Mauer-Gewächshaus auf einer AufmauerungBasisrahmen serienmäßig; Mauerabdeckung optionalDer Basisrahmen ist bereits serienmäßig enthalten. Optional kann die Ausführung „Mauerabdeckung inkl. Basisrahmen“ gewählt werden. Sie schützt das Mauerwerk von oben und umfasst zusätzlich das erforderliche Dichtband.
Hochbeet-Gewächshaus mit einseitigem Hochbeet auf einem PunktfundamentAlu-FundamentDas passende Alu-Fundament muss zusätzlich ausgewählt werden.
Hochbeet-Gewächshaus auf einem StreifenfundamentBasisrahmen beziehungsweise vorgesehene SerienausführungDer Basisrahmen ist bereits serienmäßig enthalten.
Hochbeet-Gewächshaus mit umlaufendem Hochbeet in U-Form auf einem PunktfundamentKein separates Alu-FundamentDie Anker werden direkt am Hochbeetrahmen befestigt.

Was bedeutet „Ohne Zusatzfundament“?

Die Auswahl „Ohne Zusatzfundament“ bedeutet nicht, dass das Gewächshaus ohne Fundament aufgestellt werden kann. Sie bedeutet lediglich, dass kein zusätzliches Fundamentprofil mitbestellt wird. Das erforderliche bauseitige Fundament muss trotzdem entsprechend dem Fundamentplan des gewählten Gewächshausmodells erstellt werden.

Bei Modellen mit serienmäßiger Grundschiene wird das Gewächshaus unmittelbar auf einem bauseits erstellten Streifenfundament befestigt. Da die Grundschiene keine Unebenheiten ausgleichen kann, muss die Fundamentoberfläche vollständig eben, waagerecht und gleichmäßig ausgeführt sein. Die Grundschiene darf weder punktuell unterlegt noch mit einem Dichtband an ein unebenes Fundament angepasst werden.

Bei Gewächshausmodellen mit serienmäßigem Basisrahmen ist dieser bereits im Lieferumfang enthalten und muss nicht zusätzlich bestellt werden.


Wann ist der Basisrahmen sinnvoll?

Der Basisrahmen ist kein zusätzliches Profil. Er ersetzt die serienmäßige Grundschiene vollständig und bildet stattdessen den unteren Abschluss der Gewächshaus- und Giebelwände. Damit ist er direkter Bestandteil der Gewächshauskonstruktion und verbindet diese mit dem Fundament.

Durch seine stabile Ausführung erhöht der Basisrahmen die Stabilität des gesamten Gewächshauses. Deshalb ist er bei größeren oder konstruktiv aufwendigeren Gewächshausmodellen bereits serienmäßig enthalten.

Zum Lieferumfang gehören passende Befestigungswinkel, Dübel, Schrauben und ein vorkomprimiertes Dichtband. Das Dichtband dehnt sich nach der Montage aus und verschließt kleinere, örtlich begrenzte Unebenheiten beziehungsweise verbleibende Fugen zwischen Basisrahmen und Fundament. Kleinere Höhenunterschiede können durch fachgerechtes Unterlegen des Basisrahmens ausgeglichen werden.

Wichtig: Basisrahmen und Dichtband setzen eine grundsätzlich plane, waagerechte und tragfähige Fundamentoberkante voraus. Stark strukturierte Natursteinoberflächen, schräg abfallende Steinkanten, größere Hohlstellen oder unterschiedlich hohe Fundamentsteine können damit nicht ausgeglichen werden.

Größere Höhenunterschiede, falsche Fundamentmaße oder eine fehlende Rechtwinkligkeit müssen vor dem Aufbau des Gewächshauses korrigiert werden. Das Gewächshaus darf niemals verspannt auf einer ungleichmäßigen Fundamentoberfläche montiert werden.

Bei Mauer-, Hochbeet- und Erker-Gewächshäusern sowie bei den Serien PROFI, PROFI XL, TROPIC-2 und TROPIC-3 ist der Basisrahmen bereits serienmäßig enthalten und muss nicht zusätzlich bestellt werden.


Wann wird eine Mauerabdeckung benötigt?

Die Mauerabdeckung wird zusammen mit dem Basisrahmen montiert. Sie schützt das Fundament beziehungsweise das Mauerwerk von oben vor Feuchtigkeit und sorgt für einen sauberen optischen Abschluss.

Besonders sinnvoll ist sie bei Mauer-Gewächshäusern. Bei klassischen Gewächshäusern verläuft die Mauerabdeckung auch durch den Türbereich und ist deshalb meist unpraktisch. Für Hochbeet-Gewächshäuser ist sie nicht geeignet.


Wichtiger Bestellhinweis

Das Fundament sollte erst nach dem Fundamentplan des konkret ausgewählten Gewächshausmodells erstellt werden. Entscheidend sind nicht allein die Außenmaße des Gewächshauses, sondern die im jeweiligen Fundamentplan angegebenen Abstände und Fundamentmaße.

Ausführliche Informationen zu Aufbau, Lieferumfang und Unterschieden finden Sie in unserer Übersicht zu den WAMA Fundamentarten und Fundamentprofilen. Die passenden Maße finden Sie in unseren Fundamentplänen.

Worauf Sie bei der Planung Ihres Gewächshausfundaments achten sollten

Bereits vor der Bestellung sollten Sie sich möglichst gründlich mit dem Thema Gewächshausfundament und den späteren Fundamentarbeiten beschäftigen. Dabei spielen nicht nur die Größe des Gewächshauses, sondern auch die spätere Nutzung, die Bodenbeschaffenheit und der gewünschte Arbeitsaufwand eine wichtige Rolle.

Zu jedem Gewächshaus erhalten unsere Kunden passende Fundamentpläne mit wichtigen Maßangaben und Hinweisen zur jeweiligen Fundamentausführung. Die Fundamentpläne unterscheiden sich je nach Modell sowie zwischen Punktfundament, Streifenfundament oder Aufmauerung.

Wer sich bereits frühzeitig Gedanken über den Standort, die spätere Nutzung und die gewünschte Fundamentlösung macht, hat häufig bereits den wichtigsten Schritt getan. Ebenso wichtig ist jedoch eine realistische Einschätzung des eigenen handwerklichen Könnens bei der Fundamenterstellung.

Nicht jedes Gartenprojekt benötigt automatisch ein aufwendiges Streifenfundament. Entscheidend ist vielmehr, dass das Fundament dauerhaft stabil, sinnvoll planbar und zur späteren Nutzung des Gewächshauses passend ausgeführt wird.

Gerade größere oder frostsichere Streifenfundamente werden deshalb häufig durch externe Handwerksbetriebe umgesetzt. Diese verfügen in vielen Fällen bereits über die erforderlichen Geräte und Erfahrungen für Erdarbeiten, Schalung, Betonarbeiten und die fachgerechte Ausführung des Fundaments.

Denn niemandem ist geholfen, wenn ein Fundamentprojekt aufgrund schwieriger Bodenverhältnisse, hoher körperlicher Belastung oder unterschätztem Aufwand später unvollendet bleibt. Gerade bei einem hochwertigen Gewächshaus aus Glas empfiehlt sich deshalb eine Fundamentlösung, die langfristig sicher und zuverlässig umgesetzt werden kann.

Untergrund realistisch einschätzen

Nicht jeder Gartenboden bietet automatisch die gleichen Voraussetzungen für die Fundamenterstellung. Bodenbeschaffenheit, Feuchtigkeit, Gefälle und die spätere Nutzung des Gewächshauses sollten deshalb möglichst frühzeitig berücksichtigt werden.

Gerade bei schweren oder lehmhaltigen Böden, stark verdichteten Untergründen, steinigen Flächen oder dauerhaft feuchten Bereichen kann der Aufwand für ein frostsicheres Streifenfundament deutlich größer ausfallen als ursprünglich geplant.

Ebenso wichtig ist eine realistische Einschätzung des eigenen handwerklichen Aufwands. Viele Fundamentarbeiten wirken zunächst einfacher als sie später tatsächlich sind – insbesondere bei Erdarbeiten, Schalung, Betonarbeiten oder schwierigen Bodenverhältnissen.

Wer frühzeitig plant und die Gegebenheiten vor Ort realistisch bewertet, schafft meist die beste Grundlage für ein dauerhaft stabiles und sicheres Gewächshausfundament.

Regenwassernutzung frühzeitig mit einplanen

Bereits vor dem Aufbau des Gewächshauses lohnt es sich, über die spätere Regenwassernutzung nachzudenken. So lassen sich Regentonnen oder Zisternen frühzeitig sinnvoll in die Gartenplanung integrieren.

Das Regenwasser wird bei unseren Gewächshäusern über die Längsseiten gezielt vom Gewächshaus weggeführt. Dadurch können Regentonnen je nach Platzverhältnissen flexibel vorne oder hinten sowie links oder rechts positioniert werden.

Durch Kürzen des mitgelieferten Fallrohrs und die Verwendung eines handelsüblichen Schlauchs mit Schlauchschelle lässt sich anfallendes Regenwasser einfach in eine Regentonne oder Zisterne einleiten.

Nachhaltige und besonders praktische Regenwassernutzung am Gewächshaus.

Regenwassernutzung am Gewächshaus mit Regentonne und flexiblem Wasserablauf an der Seitenwand

Strom- und Wasseranschlüsse frühzeitig vorbereiten

Nicht jedes Gewächshaus benötigt automatisch einen festen Wasser- oder Stromanschluss. Wer jedoch später eine Bewässerung, Beleuchtung, Heizlösung oder weiteres Zubehör nutzen möchte, sollte diese Anschlüsse möglichst frühzeitig mit einplanen.

Leerrohre für Strom- oder Wasserleitungen lassen sich während der Fundamentarbeiten meist deutlich einfacher vorbereiten als nachträglich im fertigen Garten.

Gerade bei dauerhaft genutzten Gewächshäusern oder einem Gewächshaus aus Glas sorgen vorbereitete Anschlüsse später für deutlich mehr Komfort und Flexibilität im Gartenalltag.

Ganzjahresnutzung frühzeitig berücksichtigen

Wer sein Gewächshaus nicht nur saisonal, sondern auch in den kälteren Monaten nutzen möchte, sollte dies möglichst frühzeitig bei der Fundamentplanung berücksichtigen.

Gerade bei dauerhaft genutzten Gewächshäusern oder einem hochwertigen Gewächshaus aus Glas spielen Faktoren wie Frostschutz, Bodenaufbau, Wasserablauf und eine dauerhaft stabile Fundamentlösung eine besonders wichtige Rolle.

Auch zusätzliche Anschlüsse für Strom, Beleuchtung oder Frostschutzheizungen lassen sich deutlich einfacher vorbereiten, solange Fundament und Untergrund noch nicht vollständig fertiggestellt sind.

Wird die spätere Nutzung bereits frühzeitig mit eingeplant, entstehen häufig langlebigere und im Alltag deutlich komfortablere Gewächshauslösungen.

Praxishinweis zur Winterisolierung

Auch ein hochwertiges Gewächshaus aus Glas verliert im Winter deutlich mehr Wärme. Glasflächen wirken dabei als natürliche Wärmebrücke.

Wer Heizkosten reduzieren und die Temperatur im Gewächshaus besser halten möchte, kann die Innenseiten in den Wintermonaten zusätzlich mit Luftpolsterfolie isolieren. Dadurch lässt sich der Wärmeverlust häufig deutlich reduzieren.

Unser Fazit zum richtigen Gewächshausfundament

Die richtige Fundamentlösung hängt immer vom geplanten Gewächshaus, der späteren Nutzung und den Gegebenheiten vor Ort ab. Nicht jedes Gewächshaus benötigt automatisch ein aufwendiges Streifenfundament – entscheidend ist vielmehr, dass Fundament, Untergrund und Nutzung sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.

Ein fachgerecht ausgeführtes Punktfundament kann für viele Privatgärten bereits eine stabile und dauerhaft sichere Lösung darstellen. Größere Gewächshäuser, Ganzjahresnutzung oder ein hochwertiges Gewächshaus aus Glas profitieren dagegen häufig von einer dauerhaft belastbaren Fundamentlösung mit zusätzlicher Frostsicherheit und gleichmäßiger Lastverteilung.

Wichtig ist vor allem eine frühzeitige und realistische Planung. Wer Standort, Bodenbeschaffenheit, Wasserablauf und den späteren Nutzungsumfang rechtzeitig berücksichtigt, schafft meist die beste Grundlage für ein langlebiges und dauerhaft stabiles Gewächshaus.

Und manchmal ist eine sinnvoll umsetzbare Fundamentlösung langfristig die bessere Entscheidung als ein überambitioniertes Fundamentprojekt, das später nur mit großem Aufwand fertiggestellt werden kann.

Häufige Fragen zum Gewächshausfundament

Spätestens nach der Bestellung eines Gewächshauses rückt bei vielen Kunden das Thema Gewächshausfundament in den Mittelpunkt. Oft bleiben bis zur Lieferung und dem späteren Aufbau nur wenige Wochen Zeit, um sich mit Fundamentplanung, Fundamentarbeiten, Bodenbeschaffenheit und der passenden Fundamentlösung für das Gewächshaus auseinanderzusetzen.

Genau in dieser Phase entstehen in der täglichen Beratungspraxis besonders viele Fragen rund um Punktfundamente, Streifenfundamente und Aufmauerungen. Gleichzeitig möchten viele Gartenbesitzer ihr Gewächshausprojekt möglichst gut vorbereiten und typische Fehler bei der Fundamenterstellung bereits im Vorfeld vermeiden.

Die folgenden Fragen und Antworten greifen deshalb typische Praxisthemen rund um das Fundament für ein Gewächshaus auf und helfen dabei, die eigene Fundamentplanung besser einzuschätzen und sinnvoll vorzubereiten.

Die Maßangabe „Mitte Rohr zu Mitte Rohr“ beschreibt den Abstand zwischen zwei Fundamentrohren beim Punktfundament. Gemessen wird dabei jeweils von der Mitte des einen Rohrs bis zur Mitte des nächsten Rohrs.

Die angegebenen Maße im Fundamentplan dienen dazu, die Fundamentpunkte exakt zu positionieren, damit der Aluminium-Fundamentrahmen später sauber auf den Fundamentrohren aufliegt.

Gerade bei Punktfundamenten ist deshalb ein möglichst präzises Arbeiten wichtig, damit das Gewächshaus später spannungsfrei und dauerhaft stabil montiert werden kann.

Ein größerer Rohrdurchmesser erleichtert das Setzen der Punktfundamente deutlich. Je breiter das Leerrohr gewählt wird, desto besser lassen sich kleinere Ungenauigkeiten beim Ausmessen oder Setzen der Fundamentpunkte ausgleichen.

Wird das Maß „Mitte Rohr zu Mitte Rohr“ nicht exakt getroffen, bietet ein breiteres Leerrohr mehr Spielraum, damit der Aluminium-Fundamentrahmen später trotzdem sauber auf den Fundamentpunkten aufliegen kann.

Gerade für private Gewächshausprojekte erleichtern Leerrohre mit größerem Durchmesser deshalb häufig die Fundamenterstellung.

Tipp:
Für viele Punktfundamente eignen sich PVC-Rundrohre mit 150 mm Durchmesser und 500 mm Länge besonders gut. Diese Maße bieten in der Praxis häufig ausreichend Stabilität und gleichzeitig genügend Spielraum beim Setzen der Fundamentpunkte.

Für ein WAMA-typisches Punktfundament wird zunächst ein etwa 50 cm tiefes Fundamentloch erstellt. Anschließend werden ungefähr 10 cm Beton in das Fundamentloch eingefüllt und das etwa 40 cm lange Leerrohr in diesen Beton gesteckt.

Das Innere des Leerrohrs bleibt dabei 30 cm frei. Dadurch können später die Befestigung sowie der Fundamentrahmen sauber auf den Fundamentpunkten aufliegen.

Wichtig ist vor allem eine möglichst gleichmäßige und stabile Positionierung aller Fundamentpunkte.

Tipp:
Für viele private Gewächshausprojekte eignet sich sogenannter „Ruck-Zuck“-Beton besonders gut. Nach dem Kontakt mit Wasser beginnt die Aushärtung häufig bereits nach wenigen Minuten. Je nach Produkt ist der Beton oft bereits nach etwa 1 bis 2 Stunden vorsichtig belastbar. Die vollständige Endfestigkeit wird jedoch meist erst nach etwa 28 Tagen erreicht.

Wenn Regenwasser gezielt in eine Regentonne oder Zisterne geleitet werden soll, wird im Fundamentplan häufig ein leichtes Gefälle von etwa 0,5 cm pro Meter angegeben. Bei einem 3 Meter langen Gewächshaus entspricht das beispielsweise ungefähr 1,5 cm Höhenunterschied.

Das Gefälle muss dabei immer längsseitig verlaufen, also mit der Regenrinne beziehungsweise des späteren Wasserablaufs.

Überlegen Sie sich deshalb zunächst, an welcher Position die Regentonne oder Zisterne später stehen soll. Möchten Sie diese lieber vorne an der Türseite oder hinten am Gewächshaus platzieren? Daraus ergibt sich, in welche Richtung das Gefälle verlaufen muss und welche Fundamentrohre geringfügig höher gesetzt werden.

Optisch fällt dieser leichte Höhenunterschied am fertigen Gewächshaus meist kaum auf.

Ein solches Gefälle wird in der Regel nur bei Satteldachgewächshäusern bis 287 cm Breite benötigt, also bis einschließlich der Serie MAXI. Gewächshäuser ab 320 cm Breite oder 5 Metern Länge verfügen standardmäßig über vier Fallrohre. Bei diesen Modellen ist ein zusätzliches Gefälle normalerweise nicht notwendig.

Das Ausbetonieren der Fundamentrohre ist beim Punktfundament bewusst der allerletzte Arbeitsschritt vor der späteren Nutzung des Gewächshauses.

Würden die am Alu-Fundament befestigten Anker bereits vor dem vollständigen Aufbau des Gewächshauses fest einbetoniert, könnte sich der Fundamentrahmen minimal verziehen oder seine exakte Ausrichtung verlieren. Das Gewächshaus ließe sich anschließend möglicherweise nicht mehr sauber mit dem Fundamentrahmen verbinden.

Auch das alleinige Aufsetzen des unverglasten Gewächshausgerippes reicht dafür noch nicht aus. Erst durch die vollständig eingebaute Eindeckung, Fenster und Türen erhält das Gewächshaus seine endgültige Stabilität und Ausrichtung.

Ist das Gewächshaus vor dem Ausbetonieren nicht exakt ausgerichtet, können später unter anderem:

  • Spannungen im Rahmen entstehen
  • Türen und Fenster nicht sauber schließen
  • Glasscheiben oder Eindeckungen nur schwer montiert werden
  • Nacharbeiten oder im schlimmsten Fall ein neues Fundament notwendig werden

Deshalb sollten die Fundamentrohre erst dann endgültig mit Beton verfüllt werden, wenn das Gewächshaus vollständig aufgebaut, korrekt ausgerichtet und mit Fundamentrahmen, Türen, Fenstern und Eindeckung verbunden ist.

Eine andere Vorgehensweise hätte häufig doppelte Arbeit und zusätzliche Kosten zur Folge – genau das möchte später niemand.

Ja, eine zusätzliche Bodenisolierung aus druckfesten und feuchtigkeitsunempfindlichen XPS-Dämmplatten kann die Frosteinwirkung im Bereich der Punktfundamente reduzieren. Sie ersetzt jedoch nicht grundsätzlich eine fachgerecht geplante, frostsichere Gründung. Die erforderliche Ausführung hängt unter anderem von den örtlichen Bodenverhältnissen, der regionalen Frostbelastung und der geplanten Konstruktion ab.

Bei dem hier gezeigten Kundenprojekt wurden zunächst die Leerrohre entsprechend unserem Fundamentplan in Beton gesetzt. Nachdem der Beton ausreichend ausgehärtet war, wurde das Erdreich im gesamten Fundamentbereich etwa 50 bis 60 cm tief ausgehoben.

Orangerotes Leerrohr eines Punktfundaments, das am unteren Ende in Beton gesetzt wurde
In Beton gesetztes Leerrohr für das Punktfundament vor dem Einbau der Bodenisolierung. Vor den weiteren Arbeiten den Beton mehrere Tage aushärten lassen.

Anschließend verlegte der Kunde Styrodur 3000 CS zweilagig. Nach Angaben des Kunden waren die Dämmplatten jeweils 240 mm stark, sodass sich eine Gesamtdämmstärke von 480 mm ergab. Styrodur 3000 CS wurde von BASF tatsächlich in Plattenstärken von bis zu 240 mm angeboten.

Punktfundamente mit Leerrohren und zweilagiger Dämmung aus Styrodur-3000-CS-Platten
Anschließend wurde das Erdreich im Fundamentbereich etwa 50 bis 60 cm tief ausgehoben. Zweilagige Bodenisolierung aus Styrodur 3000 CS mit zwei jeweils 240 mm starken Dämmlagen.

Nach dem Einbau der Dämmplatten wurde die Fläche wieder mit Erde aufgefüllt und sorgfältig verdichtet. Dadurch entstand über dem isolierten Fundamentbereich eine ebene Fläche, die anschließend als Gartenbeet genutzt werden konnte.

Fertig isolierter Fundamentbereich mit zweilagig verlegten Styrodurplatten und einbetonierten Leerrohren
Nach dem Einbau: Wieder aufgefüllter und verdichteter Fundamentbereich nach dem Einbau der 480 mm starken Bodenisolierung.

Hinweis: Dieses Kundenprojekt zeigt eine individuelle Lösung und stellt keine allgemeingültige Fundament- oder Dämmempfehlung dar. Bei besonderen Bodenverhältnissen oder Unsicherheiten sollte die Ausführung vorab mit einem Fachbetrieb abgestimmt werden.


Zumindest bei WAMA sind die Fundamentmaße beim Streifenfundament bewusst geringfügig größer gewählt als die tatsächlichen Außenmaße des Gewächshauses. Dadurch entsteht rundum eine kleine Toleranz von etwa 1 cm.

Der Grund dafür liegt in der Praxis: Gerade bei größeren Fundamenten ist es selbst für erfahrene Handwerker nicht immer einfach, die exakte Rechtwinkligkeit und Maßhaltigkeit dauerhaft einzuhalten.

Wichtig ist deshalb:

  • die Diagonalen des Fundaments nachzumessen
  • eine exakt gespannte Richtschnur zu verwenden
  • möglichst präzise und rechtwinklig zu arbeiten

Ist das Fundament später zu schmal oder nicht exakt rechtwinklig, können unter anderem fehlende Auflagepunkte, Spannungen im Rahmen, Probleme bei Türen und Fenstern oder eine verringerte Stabilität entstehen.

Im ungünstigsten Fall muss das Fundament vor dem Aufbau des Gewächshauses aufwendig nachgearbeitet werden.

Für private Gewächshausprojekte werden häufig entweder Betonschalungssteine oder Tiefbordsteine verwendet.

Betonschalungssteine mit 11,5 cm Breite lassen sich aufgrund ihres vergleichsweise geringeren Gewichts häufig besser verarbeiten und sind deshalb besonders bei privaten Fundamentarbeiten beliebt. Nach dem Ausrichten werden die Schalsteine mit Beton verfüllt und erreichen dadurch eine hohe Stabilität.

Alternativ können auch mindestens 10 cm starke Tiefbordsteine (Randsteine) verwendet werden. Diese sollten um 180° gedreht, also mit der flachen Seite nach oben, gesetzt werden.

Wichtig ist dabei vor allem eine ausreichende Materialstärke. Da das Gewächshaus später von oben auf dem Fundament befestigt und in den Stein gedübelt wird, sollte der verwendete Stein mindestens 10 cm stark sein und keine abgeschrägten oder abfallenden Kanten besitzen.

Ist der Stein zu dünn, sitzt das Bohrloch später zu nah an der Steinkante. Dadurch kann der Stein beim Eindübeln ausbrechen oder beschädigt werden.

In diesem Fall wäre die standardmäßige WAMA Befestigung nicht mehr möglich und es müsste bauseits eine alternative Befestigungslösung geschaffen werden. Das mitgelieferte Befestigungsmaterial ist dafür jedoch nicht ausgelegt.

Sowohl Schalsteine als auch Tiefbordsteine sollten zusätzlich in Beton gesetzt werden, damit später möglichst wenig Bewegung im Fundament entsteht.

Die erforderliche Fundamenttiefe hängt vor allem von der späteren Nutzung des Gewächshauses sowie von der verwendeten Eindeckung ab.

Für Gewächshäuser mit Stegplatten-Eindeckung (Doppelsteg- oder Dreifachstegplatten), die überwiegend in der frostfreien Zeit genutzt werden, reicht in vielen Fällen bereits eine Fundamenttiefe von etwa 30 cm aus.

Soll das Gewächshaus jedoch frostfrei genutzt oder ganzjährig betrieben werden, sollte das Streifenfundament mindestens 60 cm tief ausgeführt werden, damit die Fundamentunterkante möglichst frostfrei liegt.

Bei einem Gewächshaus aus Echtglas empfiehlt sich grundsätzlich eine Fundamenttiefe von mindestens 60 cm – häufig sogar eher 80 cm. Glasgewächshäuser reagieren deutlich empfindlicher auf Spannungen und Bewegungen im Fundamentbereich.

Wichtig ist dabei immer ein möglichst tragfähiger, gleichmäßiger und dauerhaft stabiler Fundamentaufbau.

Grundsätzlich sollte die Oberkante des Streifenfundaments so eben und gleichmäßig wie möglich ausgeführt werden. Das Gewächshaus muss später vollständig waagerecht, rechtwinklig und spannungsfrei darauf montiert werden können.

Bei Verwendung der serienmäßigen Grundschiene können Unebenheiten nicht ausgeglichen werden. Die Grundschiene darf weder punktuell unterlegt noch mit einem Dichtband an ein unebenes Fundament angepasst werden. Ist keine ausreichend plane Fundamentoberfläche vorhanden, sollte deshalb ein Basisrahmen verwendet oder das Fundament vor der Gewächshausmontage nachgearbeitet werden.

Der Basisrahmen ersetzt die Grundschiene und ist bereits fester Bestandteil der Baugruppen für die Gewächshaus- und Giebelwände. Seine stabile Ausführung erhöht die Stabilität der gesamten Gewächshauskonstruktion und ermöglicht es, kleinere Höhenunterschiede fachgerecht auszugleichen.

Zum Lieferumfang gehören passende Befestigungswinkel, Dübel, Schrauben und ein vorkomprimiertes Dichtband. Das Dichtband dehnt sich nach der Montage aus und schließt kleinere Unebenheiten beziehungsweise verbleibende Fugen zwischen Basisrahmen und Fundament. Der stabile Basisrahmen kann bei Bedarf zusätzlich fachgerecht unterlegt werden.

Trotzdem darf das Gewächshaus niemals verspannt auf unterschiedlich hohen Fundamentsteinen montiert werden. Größere Höhenunterschiede, falsche Fundamentmaße oder eine fehlende Rechtwinkligkeit müssen vor dem Aufbau korrigiert werden. Andernfalls können Spannungen im Rahmen entstehen, Türen und Fenster nicht sauber schließen oder die Eindeckung beschädigt werden.

Besonders bei einem Gewächshaus mit Echtglas ist eine möglichst gleichmäßige und plane Fundamentoberkante unverzichtbar.

Ob ein Streifenfundament zusätzlich bewehrt werden sollte, hängt vor allem von der Größe des Gewächshauses, der Fundamenttiefe, der Bodenbeschaffenheit und der späteren Nutzung ab.

Bei kleineren privaten Gewächshausprojekten ist eine aufwendige Bewehrung häufig nicht zwingend erforderlich. Gerade bei größeren Gewächshäusern, Ganzjahresnutzung, schwierigen Bodenverhältnissen oder einem Gewächshaus aus Glas kann eine zusätzliche Bewehrung jedoch sinnvoll sein.

Sie hilft dabei, Spannungen im Fundament besser aufzunehmen und die Stabilität langfristig zu verbessern.

Im Zweifel empfiehlt es sich besonders bei größeren Fundamenten, die geplante Ausführung zusätzlich mit einem Fachbetrieb abzustimmen.


Viele Kunden entscheiden sich bei einem hochwertigen Gewächshaus bewusst für eine zusätzliche Aufmauerung. Neben der stabilen Fundamentbasis spielt dabei vor allem die Optik eine wichtige Rolle.

Durch die erhöhte Bauweise erinnert ein Gewächshaus mit Aufmauerung häufig an klassische viktorianische Gewächshäuser und fügt sich besonders harmonisch in hochwertige Gartenanlagen ein.

Zusätzlich sitzt die Verglasung höher über dem Boden. Dadurch entstehen im Alltag häufig weniger Verschmutzungen durch Regen, Erde oder Steinflug beim Mähen.

Gerade bei dauerhaft genutzten WAMA Gewächshäusern oder einem Gewächshaus aus Glas wird die Aufmauerung deshalb von vielen Kunden als besonders langlebige und optisch hochwertige Lösung geschätzt.

Viele Kunden wundern sich zunächst darüber, dass der Mauerausschnitt im Fundamentplan breiter angegeben ist als die tatsächliche Durchgangsbreite der Gewächshaustür.

Zumindest bei WAMA Gewächshäusern wird dieser zusätzliche Platz jedoch bewusst eingeplant. Während des Aufbaus wird im Türbereich zusätzlicher Arbeitsraum benötigt, um Profile sauber verschrauben und Montagearbeiten zuverlässig durchführen zu können.

Gerade bei Gewächshäusern mit Aufmauerung wäre die Montage ohne diesen zusätzlichen Platz deutlich erschwert. Der Montagebereich wird später jedoch vollständig verdeckt.

WAMA liefert hierfür die sogenannte „Mauerzarge“ als passendes Profil mit. Diese sorgt nach dem Aufbau für einen sauberen optischen Abschluss und verdeckt den zusätzlichen Spalt im Türbereich zuverlässig.

Die Höhe einer Aufmauerung kann bei WAMA Gewächshäusern vergleichsweise flexibel gestaltet werden. Anders als bei vielen Mitbewerbern dürfen unsere Kunden die gewünschte Mauerhöhe grundsätzlich selbst bestimmen.

Aufmauerungen bis etwa 1 Meter Höhe sind dabei in vielen Fällen problemlos möglich. Bei höheren Mauern oder bereits vorhandenen Aufmauerungen empfiehlt es sich jedoch, die geplante Ausführung frühzeitig mit WAMA abzustimmen. So kann geprüft werden, ob die gewünschte Konstruktion technisch sinnvoll und dauerhaft stabil umsetzbar ist.

Wichtig zu wissen: Die Gesamthöhe des Gewächshauses ergibt sich immer aus der Höhe der Aufmauerung plus der regulären Gewächshaushöhe. Die Seitenhöhe des Gewächshauses wird dabei nicht automatisch reduziert, da auch hier konstruktionsbedingte Grenzen bestehen.

Wer optisch das Beste aus seinem Gartenprojekt herausholen möchte, sollte deshalb die spätere Gesamthöhe des Gewächshauses bereits bei der Planung der Aufmauerung berücksichtigen. Dadurch lassen sich spätere Überraschungen bei Proportion, Sichtwirkung oder Nachbarbebauung vermeiden.

Naturstein und Buntsandstein können grundsätzlich für eine Gewächshaus-Aufmauerung verwendet werden. Entscheidend ist jedoch, dass die oberste Mauerschicht als Auflage- und Befestigungsfläche für das Gewächshaus geeignet ist.

Die Maueroberkante muss:

  • durchgehend eben und waagerecht sein
  • eine ausreichend breite Auflagefläche bieten
  • tragfähig und dauerhaft stabil sein
  • an den Befestigungspunkten mindestens 10 cm Materialtiefe in Bohrrichtung bieten
  • frei von stark abfallenden Kanten, größeren Vertiefungen und losen Bereichen sein

Gespaltene oder stark bossierte Natursteine besitzen häufig eine sehr unregelmäßige Oberfläche. In diesem Zustand eignen sie sich nicht als unmittelbare Auflage- und Befestigungsfläche für das Gewächshaus.

Mauerfundament aus Buntsandstein mit unebener Mauerkrone und Türöffnung für ein geplantes Gewächshaus.
Negativbeispiel: Die stark unebene Oberkante dieser Buntsandstein-Aufmauerung bietet noch keine geeignete Auflage- und Befestigungsfläche für das Gewächshaus. Vor der Montage muss ein planer und tragfähiger Mauerabschluss hergestellt werden.

Wichtig: Der Basisrahmen und das vorkomprimierte Dichtband können nur kleinere, örtlich begrenzte Unebenheiten beziehungsweise verbleibende Fugen auf einer grundsätzlich planen und tragfähigen Fundamentoberkante ausgleichen. Stark strukturierte Natursteinoberflächen, schräg abfallende Steinkanten, größere Hohlstellen oder unterschiedlich hohe Steine können damit nicht ausgeglichen werden.

Bei der standardmäßigen WAMA-Befestigung werden 5 cm lange Dübel und Schrauben verwendet. Die Dübel müssen vollständig in einem geeigneten, tragfähigen Material sitzen. Sie dürfen nicht in Hohlstellen, Mauerfugen oder unmittelbar an einer bruchgefährdeten Steinkante gesetzt werden.

Naturstein und insbesondere Buntsandstein können beim Bohren in Randnähe – abhängig von ihrer jeweiligen Beschaffenheit – reißen oder ausbrechen. Eine nur 5 cm hohe Ausgleichsschicht aus Beton oder Mörtel reicht deshalb nicht als alleiniger Verankerungsgrund aus. Der Dübel würde bis an die darunterliegende Materialgrenze reichen oder weiterhin im Naturstein verankert werden.

Ist die Naturstein-Aufmauerung bereits vorhanden, kommen insbesondere zwei Möglichkeiten zur Nachbesserung infrage:

  1. Oberste Steinlage ersetzen: Die stark unebenen Steine werden entfernt und durch eine plane, ausreichend breite und für die vorgesehene Befestigung geeignete oberste Steinlage ersetzt. Diese muss an den Befestigungspunkten mindestens 10 cm Materialtiefe in Bohrrichtung bieten.
  2. Tragfähigen Betonabschluss herstellen: Auf der vorhandenen Aufmauerung wird ein mindestens 10 cm hoher, ausreichend breiter und fest mit dem Mauerwerk verbundener Betonabschluss beziehungsweise Ringbalken hergestellt. Dieser muss sowohl eine plane Auflagefläche bilden als auch für die spätere Verankerung des Gewächshauses geeignet sein.

Die genaue Ausführung und eine gegebenenfalls erforderliche Bewehrung hängen vom vorhandenen Mauerwerk, der Mauerbreite, dem Gewächshaus und den örtlichen Gegebenheiten ab. Deshalb sollte die Nachbesserung einer Naturstein-Aufmauerung mit einem geeigneten Fachbetrieb abgestimmt werden.

Das Gewächshaus darf erst montiert werden, wenn die Maueroberkante vollständig ausgehärtet, eben, waagerecht, maßhaltig und ausreichend tragfähig ist.

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